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2011

Einsätze:

Im Jahr 2011 hatten wir 44 Einsätze mit 637 Stunden geleistet von 321 Kräften.

Am 06.04.2011 musste die Feuerwehr Scheer zu einem Verkehrsunfall auf der B32 Richtung Mengen Höhe Industriegebiet ausrücken. Aus unbekannter Ursache kollidierten 3 PKWs miteinander. 3 Personen wurden teils schwer verletzt.

Am 14.11. 2011 wurde um ca. 9.00 Uhr ein Gebäudebrand im Industriegebiet Olber in Scheer gemeldet. Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung wurden die Feuerwehren Scheer mit Abteilung Heudorf sowie die Feuerwehr Mengen im Kleinalarm alarmiert. Beim Eintreffen wurde ein Zimmerbrand im 1. OG festgestellt, der schnell unter Atemschutz gelöscht wurde.

Proben/ Übungen:

Ein weiterer Schwerpunkt  war der Umgang mit dem hydraulischen Rettungsgerät bei PKW - Unfällen aller Art. Es zeigte sich wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig solche Übungen sind. 

Desweiteren wurde eine Alarmübung im OWB- Wohnheim am 20.06.2011 durchgeführt.

Die Hauptprobe fand dieses Jahr turnusgemäß in Heudorf statt.

Ausflug:

Unser diesjähriger Ausflug führte ins Frankenland. Dort besichtigten wir zuerst Nürnberg und danach erkundeten wir die Kirchweih in Fürth. Nach einem kurzweiligen Abend in Diepersdorf traten wir am nächsten Tag die Heimreise über Dinkelsbühl an.

Ehrungen:

Achim Käppeler wurde bei der Jahreshauptübung vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Dippel für 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.

Hans Eisele wurde nach über 47 Jahren Feuerwehrdienst bei der Weihnachtsfeier im Gasthaus Ochsen geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Die Feuerwehr bedankt sich sehr herzlich für den jahrelangen Dienst für die Allgemeinheit.

Kommandowechsel:

Auf Lothar Fischer folgt Tobias Braig. Tobias Braig ist neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Scheer. Er wurde mit überzeugender Mehrheit der Feuerwehrkameraden in die Ämter des Abteilungs-kommandanten sowie der Gesamtfeuerwehr, in den jeweiligen Versammlungen gewählt und am 12.12. 2011 durch Bürgermeister Jürgen Wild offiziell bestellt. 

Nach 8 Jahren Amtszeit rückt Lothar Fischer aus gesundheitlichen Gründen vorerst einen Schritt zurück. Er hätte das Amt noch gerne weitergeführt. In seiner Zeit als Kommandant hat er Enormes für seine Feuerwehr geleistet. Unter anderem hat er die dringende Erweiterung des Feuerwehrhauses, durch einen Funkraum und eine weitere Fahrzeugbox, maßgeblich vorangetrieben und vollendet. Lothar bleibt weiterhin aktives Mitglied in unserer Wehr und wird diese, vor allem mit seiner großen Erfahrung und seinem beträchtlichen Fachwissen, tatkräftig unterstützen.

Jugendfeuerwehr Scheer:

Die Jugendfeuerwehr Scheer besteht derzeit aus 14 Mitgliedern, darunter zwei Mädchen. In den Proben werden die Jugendlichen mit Spiel und Spaß an die Aufgaben der Feuerwehr  herangeführt. Um die Kameradschaft zu pflegen, legt die JF-Scheer auch viel Wert auf Aktivitäten außerhalb der Proben:

Im Juni 2010 hat die JF-Scheer am Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Herbertingen / Ertingen teilgenommen. Obwohl die Tage dort sehr regnerisch waren, blieb der Spaß nicht aus.

In den Sommerferien war das Thema "Feuerwehr" Programmteil des Kindersommers 2010. Die Jugendfeuerwehrler brachten den Kindern den Aufgabenbereich und die Gerätschaften der Feuerwehr näher. Dabei durften die Kinder einen Löschangriff selbst simulieren und nebenbei funken. Die Teilnehmer zeigten viel Begeisterung und Interesse.

Anfang des Jahres nahm dann die JF-Scheer am Indiaca-Turnier in Gammertingen teil. Mit viel Konzentration und Spaß kämpften sich die Jugendfeuerwehrler bis ins Finale durch und erzielten den zweiten Platz.

Im Februar haben fünf Jugendfeuerwehrler erfolgreich an der Grundausbildung zum Truppmann Teil 1 in Herbertingen teilgenommen und sind bereits in der Aktiven Wehr tätig. Doch sie wollen weiterhin die Jugendfeuerwehr tatkräftig unterstützen.

Im April fand der Erwachsenenbasar in der Scheermer Turnhalle statt. Die Jugendfeuerwehr bot hier bereits zum dritten Mal Kaffee und Kuchen an, um sich einen Ausflug zu finanzieren. 

Sonstiges:

Dieses Jahr konnte auch die Erweiterung unseres Feuerwehrhauses, um eine neue Fahrzeugbox, fertiggestellt werden. Dies erforderte viel ehrenamtliche Arbeitsleistung.

Bilder:

 

2010

Das Jahr war geprägt von verschiedenen Einsatzlagen, welche wir immer nur geprobt haben, und plötzlich zur Realität wurden.
Das Ergebnis 44 Einsätze, zum Teil kurzfristig hintereinander, mit 1174 Einsatzstunden.

488 Einsatzkräfte waren nötig, diese Situationen abzuarbeiten.
3-mal nahmen wir Überlandhilfe in Anspruch, 2-mal waren wir bei Einsätzen in anderen Gemeinden. Die Zusammenarbeit mit anderen Wehren nimmt dadurch immer einen größeren Stellenwert ein.
Es zeigte sich wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig Übungen mit anderen Wehren sind.

Am 08.10.2010 gegen 00.00 Uhr kam es zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Unbekannte Personen legten Betonplatten ins Gleisbett. Dabei wurde der Treibstofftank eines Triebwagens auf der Fahrt nach Sigmaringendorf beschädigt und der Diesel lief auf die Gleise.
Nach dem Eintreffen der Wehr wurde zuerst versucht, die Lecks im Tank mit dem vorhandenen Material abzudichten, bis zum Eintreffen des Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Mengen.
Mit den Gleisloren des Bahnrettungssatzes wurde die Strecke vom Bahnübergang Hipfelsbergerstrasse bis zum defekten Triebwagen nach Hindernissen abgesucht und notwendiges Material transportiert. Da der Einsatz bei Nacht war, musste eine eigene Beleuchtung mit geführt werden.
Bereits 2 Tage später kam es erneut zu einem weiteren gefährlichen Ereignis. Am 10.10.2010 um 06.40 Uhr fuhr ein Regionalexpress nach Ulm im Tunnelbereich in Eisenteile, welche im Gleisbereich lagen. Der Zug wurde beschädigt und konnte mit eigener Kraft den Bahnhof Mengen erreichen, er war mit 60 Fahrgästen besetzt. Nach Angaben des Lokführers bestand eine große Gefahr, dass der Zug entgleist. Nur durch sehr glückliche Umstände kam es nicht zu einem größeren Ereignis, das ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Folge gehabt hätte und deren Folgen für alle Beteiligten nicht vorstellbar wären.

Ein weiterer Schwerpunkt  war der Umgang mit dem hydraulischen Rettungsgerät bei PKW - Unfällen aller Art, z.B.:

  • Montag Probe „PKW auf dem Dach“ Dienstags Realität
  • Entstehungsbrände mit Starkstromleitungen
  • Verkehrsunfall mit einer Beteiligung eines Gasautos
  • 2 LKW Unfälle, 2 Personen wurden gerettet und 1 Person tot geborgen.
  • Beim 2. LKW Unfall waren die Gesamtwehr Scheer und die Wehren aus Mengen und Sigmaringen beteiligt. Dies zeigt deutlich, dass Alarm- und Ausrückeordnungen immer aktualisiert und entsprechend den Schadenslagen angepasst werden.
  • Bei einem Ereignis auf der B 32 kommt es innerhalb weniger Minuten zu einem Verkehrschaos, infolge starken Verkehrsaufkommens, mit zusätzlichen Gefahrenquellen.
  • Verschiedene PKW Unfälle mit verletzten Personen
  • Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Feuerwehren, bei denen wir sehr viel positive Kritik bekamen
  • Alle Schutzengel in diesem Jahr hatten sehr viel Arbeit, nicht auszudenken was wäre passiert, wenn der Triebwagen im Tunnel entgleist wäre?
  • Eine Jahreshauptübung, die besondere Anerkennung bei Zuschauern fand.

Jahreshauptübung
Das ehemalige Altersheim in Scheer war der diesjährige Übungsort. Die Probe
wurde zum ersten Mal in zwei Teilen durchgeführt.

1. Übungsteil
Brandbekämpfung Abt. Heudorf
Ein Zimmerbrand im 1.Obergeschoß.
Zwei Personen waren eingeschlossen und wurden über Steckleitern von Einsatzkräften unter Atemschutz gerettet.
Weitere Übungsteile waren der Aufbau einer Wasserversorgung aus einem Unterflurhydrant.

2.Übungsteil
Technische Hilfeleistung  Abt. Scheer
Ein PKW war infolge hoher Geschwindigkeit ins Schleudern geraten und danach auf die Seite gefallen. 1 Person eingeklemmt und eine weitere Person wurde aus dem Fahrzeug heraus geschleudert. Das Fahrzeug war durch die Lage auf dem Bordstein sehr instabil und mußte von den Einsatzkräften zuerst stabilisiert werden um weitere Maßnahmen durchführen zu können.
Hier zeigte sich das Übungsfahrzeug ( Volvo älteres Baujahr ) sehr stabil war, ins besonders die Scheiben waren mehrfach geklebt und gesichert.
Dies stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen, welche gut bewältigt wurden.
Auch kam die Rettungsplattform aus dem Bahnrettungssatz zum Einsatz.
Eine kleine Bilderausstellung vom aktuellen Einsatzgeschehen stellte die Verbindung zu diesem Übungsteil dar.
Beide Teile wurden für das Publikum kommentiert.
Die medizinische Betreuung wurde von Mitgliedern des DRK Scheer übernommen.
Nach der Übung war die Möglichkeit, die eingesetzten Geräte anzuschauen und teilweise auch auszuprobieren.

Duathlon der Feuerwehr Riedlingen
8 Mitglieder nahmen daran. Zuerst mußte eine 5,5 km lange Laufstrecke durchlaufen anschließend war 20 km Radfahren gefordert. Alle Teilnehmer hatten ihren Spaß und haben sich schon eine neue Herausforderung gesucht.

Am 26.02.10 verstarb unser Ehrenmitglied Eugen Dettling im Alter von 76 Jahren.
Er war viele Jahre aktiv an der Entwicklung der Feuerwehr Scheer beteiligt.


Jugendfeuerwehr
Auch in diesem Sommer beteiligte sich die Jugendfeuerwehr am Ferienprogramm, Zeltlager, Hüttenwochenende, Übungswochenende usw.
Im Herbst hatten wir einen kleineren Einsatz, bei dem 2 Mitglieder der JF teilgenommen haben. Hier war sehr deutlich zu sehen, daß die Arbeit der JF sehr wichtig ist. Die Mitglieder werden sehr gut auf die Mitarbeit in der aktiven Wehr vorbereitet. Im neuen Geschäftsjahr werden 5 Mitglieder in die aktive Wehr überwechseln.
Dafür Anerkennung und unser Dank an die Führung der JF.

Feuerwehrkalender
Auch in diesem Jahr gab es einen Feuerwehrkalender, der schnell vergriffen war.

Unsere Internetseite erfreut sich besonderer Beliebtheit und wurde bereits über 30000 mal aufgerufen.

2009

Im Kalenderjahr 2009 hatten wir 45 Einsätze mit 624 Gesamteinsatzstunden, welche von 284 Einsatzkräften geleistet wurden.
Während des Jahreswechsels 2008/2009 wurden wir bei fünf Einsätzen gefordert, dabei wurde eine Person gerettet. Bei 12 Einsätzen war ein Unwetter die Ursache. Drei mal leisteten wir Überlandhilfe für andere Gemeinden

Am 13.01.09 wurden wir zur Überlandhilfe zum Hallenbadbrand nach Mengen gerufen. 15 Mann waren bei klirrender Kälte im Einsatz.  Die winterlichen Temperaturen stellen große Anforderungen an die Einsatzkräfte und die Ausrüstung.

Unsere Orientierungsfahrt im Rahmen des Maifestes für Feuerwehren im Landkreis Sigmaringen wird sehr gerne angenommen. Sieger des Wanderpokals wurde die Mannschaft aus Mengen.

Die Jahreshauptübung 2009 in der Turnhalle war mal etwas anders. Zum ersten Mal während einer Übung konnten die Zuschauer die Arbeit und die Vorgehensweise der Angriffstrupps beobachten.  Der Vorraum in der Turnhalle war rauchfrei. Den Einsatzkräften wurde das Helmvisir verklebt, so daß sie realistische Bedingungen hatten.
Für viele Zuschauer war dieser Übungsteil völlig neu und so konnte die Arbeit der Wehr bei der Suche von vermißten Personen in einem Gebäude besonders eindrucksvoll vermittelt werden.

"Schwankendes Oberschwaben"
Die Landkreise Ravensburg, Biberach und Sigmaringen führten am 12.09.09 eine großangelegte Übung durch. Als Übungsannahme wurde ein starkes Erdbeben in Oberschwaben angenommen. Verschiedene Übungssituationen in den Landkreisen stellten die Einsatzkräfte vor größere Schwierigkeiten und Herausforderungen.
Die Feuerwehr Scheer nahm mit dem Gerätewagen – Transport und sechs Mann Besatzung teil. Gegen 09.00 Uhr kam der Einsatzbefehl für uns: Mit dem Bahnrettungssatz nach Hoßkirch. Dort hatte sich ein Eisenbahnunglück mit über 50 Verletzten ereignet. Unsere Aufgabe war mit Hilfe der Eisenbahnloren den Verletzten – und Materialtransport sicher zu stellen.

Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurden Günther, Harald Will und Max Löw von der Abteilung Heudorf bei der Jahreshauptübung geehrt.

Auch die Jugendfeuerwehr hatte ein umfangreiches Programm wie in jedem Jahr.
Es zeigt sich deutlich,  wie wichtig die Jugendarbeit ist. Denn diese Jugendlichen sind die aktiven Mitglieder, der Wehr von morgen. 16 ehemalige Mitglieder der Jugendabteilung leisten heute den Dienst bei den Aktiven.

2008

Im Jahr 2008 rückte die Abteilung Scheer zu 41 Einsätzen aus. Insgesamt 3 mal leistete die Wehr Überlandhilfe für andere Gemeinden, 2 mal musste diese auch in Scheer in Anspruch genommen werden. Desweiteren konnten zwei Personen gerettet werden, für zwei weitere kam leider jede Hilfe zu spät.
 
Bei einem Zugunfall in Bad Saulgau wurde der in Scheer stationierte Bahnrettungssatz zum ersten Mal eingesetzt.
 
Neben den Einsätzen nahmen Mitglieder der FF Scheer an folgenden Fortbildungsmaßnahmen teil:
  • Hohlstrahlrohrtraining in Bad Saulgau (6 Mitglieder) mit realistischen Bedingungen
  • Notfalltraining der Deutschen Bahn im Bahnhof Bad Saulgau für den Gefahrgutzug des Landkreises Sigmaringen
  • Vor Abriss des Bräuhauses in Scheer übten verschiedene Rettungsorganisationen die Zusammenarbeit in dem leerstehenden Objekt
Im Jahr 2008 wurde außerdem der ehemalige Kommandant der Wehr Karl-Heinz Zimmerer für 40 Dienstjahre mit der Feuerwehrehrennadel in Gold ausgezeichnet.
 
Desweiteren verzeichnete die überarbeitete Internetseite mehr als 25.000 Aufrufe.
 
In der Jugendfeuerwehr gab es das 15 Jährige Gründungsjubiläum zu feiern - auf weitere 15 Jahre.

2007

Im Jahr 2007 rückte die Abteilung Scheer 29 Einsätze, darunter
  • 3 Brandeinsätze
  • 13 Hilfeleistungen
  • 12 Ordnungsdienste
  • 1 Fehlalarm
Besonders hervorzuheben ist der Grossbrand im Shredderwerk Herbertingen , bei dem die Feuerwehr Scheer vom 30.08. bis 02.09. im Einsatz war und 917 Einsatzstunden leistete. Während dieser Zeit übernahmen die Scheerer Kameraden folgende Aufgaben:
  • Einsatz- und Abschnittsleitung
  • Führungsgruppe
  • Brandbekämpfung
  • Wasserversorgung
  • Transportaufgaben
Außerdem fand am diesjährigen Maifest die 1. Orientierungsfahrt im Kreis Sigmaringen statt, eine Gruppe aus Scheer und Heudorf legte das Leistungsabzeichen in Bronze in Engelswies ab, die neue Funkfeststation (Anbau Feuerwehrhaus Scheer) wurde eingeweiht und der Gemeinderat beschloss die Anschaffung eines Neufahrzeugs für die Abteilung Heudorf.
 
Für 25 Dienstjahre wurden Ralf Baur und Klaus Dieter Krebs geehrt, des weiteren erhielt Kamerad Achim Käppeler die Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen für seine langjährige Tätigkeit als Funkausbilder.

2006

Das Jahr 2006 brachte der Feuerwehr Scheer 65 Einsätze mit einer Gesamtstundenzahl von 1010! Dies ist die höchste Anzahl von Einsätzen in der Geschichte der Feuerwehr (auch bedingt durch die Vogelgrippe).

Unter den Einsätzen befanden sich 11 Brandeinsätze wobei 2 Personen gerettet wurden, 41 Hilfeleistungen darunter 4 Verkehrsunfälle und 13 sonstige Einsätze.

2005

Zu 20 Einsätzen wurde die Wehr gerufen. Ein Großbrand im Januar auf dem ehemaligen Gelände der Papierfabrik forderte von der Gesamtwehr die volle Leistungsfähigkeit. Bei eisigen Temperaturen wurden trotz des massiven Feuers diverse Teile der Lagerhalle gehalten.

Im Jahr 2005 wurden mehrere Proben im Bereich VU mit dem Rettungssatz geübt. Des weiteren waren die Atemschutzgeräteträger in Stetten a.k.M. im Brandhaus. Beim Tag der offenen Tür der Abt. Heudorf demonstrierten die Kameraden aus Scheer eine Schauübung (Verkehrsunfall) und eine Fettexplosion. Mehrere Kameraden absolvierten einen Erste Hilfe Kurs. Fünf Neuzugänge konnte die Wehr vermelden, davon 3 aus der Jugendfeuerwehr.

Im Feuerwehrhaus macht sich vermehrt der arge Platzmangel bemerkbar. Die Hauptübung fand in Heudorf in der Schulstrasse statt.

2004

Das Jahr 2004 stand ganz im Zeichen der großen 125-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Scheer. Drei Tage lang drehte sich in der Donaustadt alles um die Feuerwehr. Neben der Abnahme von Leistungsabzeichen und einem großen Festumzug, Disco und einem Volkstümlichen Abend stand die Fahrzeugweihe des GW-T im Mittelpunkt.

Nach 41 Jahren wurde das LF 8 gegen einen GW-T ersetzt. Das neue Fahrzeug ist in seiner Form ein Prototyp und bislang selten in der Bundesrepublik vertreten. Des weiteren wurde in Scheer der "Rüstsatz Deutsche Bahn" stationiert. Somit rückt die Feuerwehr Scheer bei Zugunglücken im Landkreis mit dem entsprechenden Material mit aus. Auf das LF 16 wurde ein Rettungssatz der Firma Lukas stationiert.

Neben den Festvorbereitungen und der Planung des neuen Fahrzeugs leistete die Wehr 25 Einsätze. Ein Waldbrand am 01. April forderte die Wehr genauso wie ein schwerer Verkehrsunfall mit 5 Verletzten auf der B32. Seinen ersten großen Einsatz musste der GW-T in Heudorf bei einem Großbrand eines Holzbearbeitungsbetriebs ableisten.

Die Hauptübung fand auf dem Gelände der Firma Späh statt. Es wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen simuliert.

2003

In diesem Jahr wechselte die Führung der Scheermer Feuerwehr. Nach 15jähriger Tätigkeit als Kommandant stellte Karl-Heinz Zimmerer sein Amt zur Verfügung. Er war bis zu diesem Zeitpunkt der dienstälteste Kommandant des Landkreises Sigmaringen. Also Nachfolger wurde Lothar Fischer gewählt. Als Stellvertreter wurde Josef Merk in seinem Amt bestätigt. Auch Josef Mahlenbrei stellte nach 15 Jahren sein Amt als Kassierer der Wehr zur Verfügung. Nachfolger wurde sein Sohn Johannes Mahlenbrei. Bruno Eisele gab sein Amt als Jugendfeuerwehrwart Florian Eisele über. Bruno Eisele war seit der Gründung der Jugendfeuerwehr im jahr 1993 Jugendwart.

Statt der obligatorischen Hauptübung wurde eine Katastrophenschutzübung des Landkreises in Scheer abgehalten. Übungsannahme war das Hochwasser 1990 plus 40 Zentimeter. Die Planungen für die Einsatzkräfte waren in diesem Jahr ein Großbrand im Industriegebiet, eine Person unter Zug und ein Unwetter Ende Juni, das über Heudorf und Scheer herab ging.

2002

31 mal leistete die Feuerwehr Scheer Hilfe. Belastend für alle Einsatzkräfte war ein tragischer Verkehrsunfall bei dem zwei junge Menschen in ihrem Fahrzeug verbrannten. Am 03. Oktober begann für die Scheermer Wehr ein unvergesslicher Einsatzmarathon: Bis zum 08. November wurde man zu sieben Einsätzen gerufen!

2001

Ein im Vergleich zum Vorjahr scheinbar ruhiges Jahr hatte die Feuerwehr Scheer 2001 mit 20 Einsätzen. Doch trotz der geringen Anzahl an Einsätzen konnte von Ruhe nicht die Rede sein: Ein Großbrand im Altstadtbereich und Verkehrsunfälle mit Lastwagen forderten die Wehr. Ein Gruppe absolvierte außerdem in Illmensee das Leistungsabzeichen in Silber. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die Montage einer Wetterfahne mit dem Motiv des "Heiligen Florian" auf dem Dach des Schlauchturms. Dieser wurde von der Kameradschaftskasse finanziert.

2000

Im neuen Jahrtausend fuhr die Wehr 31 Einsätze. Der Sturm "Lothar", Wohnungsbrände und Verkehrsunfälle forderten die Einsatzbereitschaft der Wehrmitglieder sehr. Eine gemischte Gruppe der Feuerwehr Scheer und der Werksfeuerwehr Laucherthal absolvierte das Leistungsabzeichen in Bronze.

1999

10 Einsätze hatte die Wehr vor dem Jahrtausendwechsel zu bewältigen. Besondere Einsätze waren ein Verkehrsunfall in der Mengenerstrasse und der Brand eines Sägemehlturmes. Das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren wurde in diesem Jahr in Scheer durchgeführt. Mit 365 Teilnehmern war es das bisher größte Zeltlager im Kreis Sigmaringen und konnte nur durch Unterstützung der aktiven Wehr realisiert werden.

1998

Im April verstarb Ehrenkommandant Rudi Kienle. 48 Jahre lang war er aktives Mitglied der Scheermer Wehr, davon 20 Jahre Kommandant. Bei 14 Einsätzen musste Hilfe geleistet werden. Bei der Jahreshauptversammlung wurden Kommandant Zimmerer und Stellvertreter Merk in ihren Ämtern bestätigt. In diesem Jahr erhielt die Wehr eine Ölsperre für die Donau und den langersehnten Druckbelüfter.

1997

Zu 20 Einsätzen musste die Scheermer Wehr ausrücken. Besonders erwähnenswert waren der Eisregen während der Weihnachtsfeiertage und der Brand i der Grundschule. Dort waren während der Unterrichtszeit mehrere Kleidungsstücke im Dachgeschoss in Brand geraten.

1996

Im Jahr 1996 rückten die Floriansjünger zu 17 Einsätzen aus. Dies war ein leichter Rückgang der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Unter anderem musste die Wehr beim Hochwasser in Mengen Überlandhilfe leisten. An der Jahreshauptübung nahm zum ersten Mal die Jugendfeuerwehr teil. Sie demonstrierte einen Löschangriff im "Hofgarten". Die Aktive Wehr probte gemeinsam mit der Feuerwehr Mengen und der Abteilung Heudorf einen Verkehrsunfall mit Wohnungsbrand.

1995

Am 26. und 27.01. war in Scheer wieder einmal Hochwasser angesagt. Bis auf wenige Ausnahmen drang das Wasser in das gesamte Stadtgebiet ein. Die Abteilung Heudorf führte im Rahmen der Brandschutzwoche einen Tag der offenen Tür durch. Bei diesem Anlass wurde eine Schauübung durch die Abteilung Scheer und die Feuerwehr Mengen durchgeführt. Übungsannahme war ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Es wurde die Alterabteilung gegründet, deren Leitung Eugen Heim übernahm. In Saulgau leget eine Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze und eine das Leistungsabzeichen in Silber ab. Als erste Frau trat Tanja Zimmerer in die aktive Mannschaft ein. Nach über 30 Jahren als Gerätewart wechselte Eugen Dettling in die Altersabteilung über. Zu 25 Einsätzen rückte die Wehr aus.

1994

Neun Einsätze bewältigte die Wehr in diesem Jahr. Die Anschaffung neuer Einsatzjacken vom "Typ 90" begann. Als Brandobjekt der Jahreshauptübung stand das Scheerer Rathaus zur Verfügung. Im Dezember verstarb der Ehrenkommandant Josef Kieferle. Er war 47 Jahre aktiv in der Wehr, davon 25 Jahre als Kommandant.

1993

Durch die Schließung der Papierfabrik Steinbeis wurde auch die Werksfeuerwehr aufgelöst. In Göggingen absolvierten zwei Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze. Die Gruppenführer Mahlenbrei und Baur führten ihre Gruppen erfolgreich durch den Wettbewerb. Im Oktober wurde die Jugendfeuerwehr Scheer gegründet. Zum Jugendfeuerwehrwart wurde Bruno Eisele ernannt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Wehrführung in ihren Ämtern bestätigt. Zu 14 Einsätzen rückte die Mannschaft um Kommandant Zimmerer aus. Für die Abteilung Heudorf wurde ein LF 8 angeschafft. Ende des Jahres wurde die Abteilung Scheer komplett mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet. Die Mannschaft wurde dabei in drei Alarmschleifen aufgeteilt.

1992

In Eigenleistung (360 Arbeitsstunden) bauten die Wehrmänner eine Weinlaube. Die Jahreshauptübung fand im Stadtteil Heudorf statt. Zu 10 Einsätzen rückte die Wehr aus.

1991

Ein eher ruhiges Jahr. Die Jahreshauptübung fand in Scheer auf dem Gelände der Firma Späh statt. Fabrikant Späh war sehr beeindruckt von der Arbeit der heimischen Feuerwehr und überreichte als Anerkennung eine großzügige Spende in Höhe von 10.000 DM zur Errichtung einer Funkzentrale im Gerätehaus.

1990

Vom 15.02. bis 17.02. war das Jahrhunderthochwasser in Scheer. Ab Donnerstagabend kämpften die Scheerer Wehrmänner gegen die Fluten an. Das neue LF 16/12 war gerade ein paar Tage am Standort, als einer der größsten Brände der letzten 50 Jahre in Scheer ausbrach. Das Fabrikgebäude Schaal brannte in den frühen Morgenstunden völlig aus. Im Oktober fand die Fahrzeugweihe des neuen Löschfahrzeugs statt. Die Jahreshauptübung fand im Chemielager der Firma Steinbeis statt.

1989

Dieses Jahr war ein eher ruhiges Jahr für die Wehr. Neben verschiedenen kleineren Einsätzen war die Wehr beim Brand einer Holzbearbeitungsfirma in Heudorf im Einsatz. Eine neue Anhängeleiter des Typs AL 12-6 von der Firma Bachert wurde angeschafft. Die Jahreshauptübung fand im Schloss Scheer statt.

1988

In diesem Jahr fand ein Generationswechsel an der Spitze der Scheerer Wehr statt. Rudi Kienle stellte sein Amt nach 20 Jahren zur Verfügung. Ebenso sein Stellvertreter Franz Zimmerer und Kassier Gustav Kienle. An ihre verantwortungsvollen Stellen wurden Karl-Heinz Zimmerer, Josef Merk und Josef Mahlenbrei gewählt. Drei junge, dynamische Feuerwehrkameraden. Die Wehr wurde zu sechs Einsätzen gerufen.

1987

Die Zahl der Einsätze nahm auch im Donaustädtchen stetig zu. Die Jahreshauptübung fand auf dem Gelände der Papierfabrik statt. Es begannen die ersten Überlegungen bezüglich der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges.

1986

Das Jahr 1986 stand ganz im Zeichen des neuen Gerätehauses. Mit 1500 freiwilligen Arbeitsstunden trugen die Scheerer Feuerwehrleute dazu bei, die Gesamtkosten bei ca. 700.000 DM zu halten. Die Jahreshauptübung fand in der Diskothek "Feuerstein" statt.

1985

Mehrere Einsätze musste die Wehr bewältigen. Neben technischen Hilfeleistungen war auch die Hilfe bei Brandeinsätzen erforderlich. Die Jahreshauptübung fand in Heudorf auf dem Anwesen Gröner statt.

1984

Im April diesen Jahres musste die Wehr zu einem Großbrand des ehemaligen Ökonomiegebäudes Schmucker ausrücken. Die Jahreshauptversammlung fand Turnusgemäß bei der Werksfeuerwehr Steinbeis statt.

1983

In beiden Abteilungen wurden in diesem Jahr die neuen Vereinsfahnen eingewiehen. Als Brandobjekt zur Jahreshauptübung diente die "Schaalsche Villa". Schwerpunkte der Übung waren der Einsatz unter Atemschutz und die Rettung von Verletzten über die AL 18. Die Arbeiten am Feuerwehrhaus in Scheer sind bereits in vollem Gange. Bei der Jahreshauptversammlung wurden Rudi Kienle als Kommandant und Franz Zimmerer als sein Stellvertreter bestätigt. Die Wehr musste zum Zimmerbrand in die Uhlandstrasse ausrücken.

1982

Die Jahreshauptübung fand in Heudorf statt. Zum ersten Mal war der neue Bürgermeister Gerald Schikorr bei der Jahreshauptversammlung anwesend. Alle Ausschussmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt. Ein besonderer Einsatz war der Brand einer Lackiererei in Heudorf.

1981

In Pfullendorf legte eine Gruppe um Gruppenführer Kienle das Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich ab. Im August wurde das neue Gerätehaus in Heudorf eingewiehen. Aus diesem Anlass wurde eine Schauübung abgehalten. Die Jahreshauptübung fand auf dem Gelände der Papierfabrik Steinbeis statt.

1980

Im Februar war die Wehr zwei Tage lang wegen des Hochwassers im Einsatz. Die Einsatzmanschaft wurde im Frühjahr mit neuen Helmen ausgestattet. Die diesjährige Hauptübung fand im Wohnheim der OWB statt.

1979

Vom 8. bis 11. Juni 1979 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 100jähriges Jubiläum in Verbindung mit dem 4. Kreisfeuerwehrtag des Kreises Sigmaringen.

1978

Am 13.08.78 wurde das 90jährige Jubiläum der Feuerwehr Schwenningen besucht. Auf die Kameradschaftspflege wurde vor allem in den letzten Jahrzehnten großen Wert gelegt. So wurde jedes Jahr ein Ausflug und eine Weihnachtsfeier abgehalten, sowie an den kirchlichen und weltlichen Festen teilgenommen. Die Jahreshauptübungen werden seit der Eingemeindung von Heudorf im Dreijahresrythmus gemeinsam in Scheer, Heudorf und in der Papierfabrik abgehalten. Auch die DRK Bereitschaft Scheer ist hierbei immer ein gern gesehener Partner.

1975

Im Jahre 1975 wurde die Scheermer Wehr in der Uniformierung der Abt. Heudorf angeglichen wozu ein Betrag von 6.500 DM und 3.500 DM für Geräte angesetzt war. Bei der Eröffnung der Brandschutzwoche am 11.10. in Mengen legte eine Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze ab.

Völlig unerwartet verschied am Dreikönigstag 1976 beim Altennachmittag Ehrenmitglied Anton Schaidle. In den späten Abendstunden des 11.01.1976 brannte der Dachstuhl des Zimmermeisters Josef Stauß. Nur der schnellen Alarmierung und des Einsatzes der Scheeremer Wehr und der Werksfeuerwehr der Fa. Steinbeis & Consorten, war es zu danken, daß das Dach über den Winter einigermaßen hielt. Im Jahre 1976 besuchte die Wehr Feste in Einhart, Altshausen, Heimatfest Mengen und den 2. Kreisfeuerwehrtag in Neufra. Die Abt. Heudorf unter Führung ihres jungen Kdt. Rudi Rumpel legte dort mit einer Gruppe das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Am 16. Oktober fand die Trauerfeier für das Ehrenmitglied Xaver Will statt.

1977 unterstützte die Wehr die Zunft beim OHA-Treffen, besuchte das 100jährige Jubiläum in Hausen a.A. und beteiligte sich am 110jährigen Jubiläum und dem 3. Kreisfeuerwehrtag in Bingen. Die Wehr wurde dieses Jahr mit schwerem Atemschutz ausgerüstet.

1973

Beim Narrenbaumsetzen am 03. März 1973 wurde die Wehr zu einem Küchenbrand ins Restaurant gerufen. Anderntags kurz vor dem OHA - Treffen, bei dem sich die Wehr nützlich machte, löschte man noch einen brennenden PKW. Am 24. März wurde der neue Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen in Göggingen gegründet und zum ersten Vorsitzenden Albrecht Ruprecht von Krauchenwies gewählt. Am 11.06. wurde das Feuerwehrfest in Großschönach besucht. Am 14.07. legten 12 Mann das Leistungsabzeichen in Silber ab. Am Morgen des 15.07. war die Wehr beim Gaukinderturnfest in Scheer behilflich und besuchte am Nachmittag den 1. Kreisfeuerwehrtag des neuen Kreises Sigmaringen in Aach-Linz. U.a. wurden 22 Paar Lederstiefel und 10 Feuerwehrbeile angeschafft.

Am 18.04.1974 wurde bei einem angenommenen Flugzeugabsturz auf dem Schachen in Scheer Katastrophenalarm für alle Hilfsorganisationen ausgelöst. Am Kreisfeuerwehrtag in Riedlingen nahm zum ersten Mal auch die Abt. Heudorf nach Neueinkleidung mit teil. Am 30.08. mußte der Heustock des Landwirts Alfred Zimmerer in Heudorf unter teilweiser Besprühung abgetragen werden. In den Abendstunden des 23.06. entlud sich über Scheer ein so großes Gewitter, daß mehrere Keller unter Wasser standen, die von den Wehren aus Scheer und Mengen ausgepumpt werden mußten.

1970

Die Wehr wurde 1969 mit neuen Wetterschutzanzügen augerüstet. Sie unterstüzte am 1. Februar 1970 die Bräutelzunft beim Ringtreffen der freien Oberschwäbischen Narrenzünfte anläßlich des 300jährigen Bestehens der Bräutelzunft. Ehrenmitglied Herm. Pröbstle wurde am 5. Februar zu Grabe getragen. Am Morgen des 24. Februar rief die Sirene zum Brand in der Bäckerei Knor, da Briketts glosteten, die wegen starken Hochwassers neben dem Backofen gelagert waren. Starke Rauchentwicklung erschwerte die Arbeit.
Am 12. Juni eröffnete Schirmherr Landrat Wilfried Steuer MdL mit gekonntem Faßanstich das Feuerwehrfest. Diesen Abend der Betriebe und Vereine gestalteten und umrahmten Fahnfarenzug, Liederkranz, Stadtkapelle und die Mädchenabteilung des TV. Kreisbrandmeister Stehle eröffnete den Samstag mit der Kommandantentagung im "Bräuhaus", anschließend legten 110 Feuerwehrmänner die Leistungsabzeichen (Übung) in Bronze oder Silber ab, darunter eine Gruppe aus Scheer. Das Festbankett fand um 20 Uhr im Festzelt statt. Am Sonntag nach dem Festgottesdienst und der Totenehrung heulten die Sirenen zur Schau- und Angriffsübung am früheren Gasthaus "zum Goldenen Adler". Die Feuerwehr, das DRK Scheer und die Stützpunktwehr Mengen bekämpften den angenommenen Brand. Nachmittags zog der Festzug mit 5 Musikkapellen und 36 Wehren durch die Stadt zum über 2000 Personen fassenden Festzelt. Herrlicher Sonnenschein strahlte über das Fest. Ein großer Bunter Abend war vorbereitet, das im Zelt übertragene Weltmeisterschaftsspiel Deutschland - England verzögerte den Beginn, mit bekannten Künstlern aus Funk und Fernsehen. Das gelungene Fest endete mit einem Kinderfest und einem fröhlichen Ausklang.
Im Juli und August wurde das 75jährige Jubiläum in Göggingen und die Fahnenweihe in Hitzkofen besucht, am 4. Juli nahm die Wehr Abschied von ihrem Ehrenmitglied Anton Hanner. Zur Mittagszeit am 5. November rief die Sirene die Wehr zu einem Waldbrand ins Wiegenband. Mit Ende des Jahres 1970 schieden die Kameraden Hämmerle, Adjutant und Brandmeister, nach 51 Dienstjahren aus dem aktiven Dienst aus.

Am 15. Juni 1971 wurde Ehrenmitglied Franz Saile zur letzten Ruhe gebettet. Am Landesfeuerwehrtag in Stuttgart (11. Juli) nahmen 7 Kameraden mit Fahne teil. Die Wehr wurde Ende 1971 mit 3 kleinen Handfunksprechgeräten ausgerüstet.

Am 29. April 1972 wurde Ehrenmitglied Willibald Gutknecht zur letzten Ruhe getragen. Der letzte Kreisfeuerwehrtag des Kreises Saulgau fand vom 08. - 09. Juli in Saulgau statt, dabei legte eine Gruppe unter Kdt. Kienle das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Beim Festakt wurde Kdt. Kienle mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkranz 2. Stufe ausgezeichnet. Am 28. November ging die Nachrit vom plötzlichen Ableben des Adjudanten i.R., noch amtierenden Schriftführers und Ehrenmitgliedes Gotthard Hämmerle wie ein Lauffeuer um. Die Auflösung des Kreisfeuerwehrverbandes Saulgau war durch die Kreisneueinteilung vorprogrammiert und wurde am 16. Dezember vollzogen. Am 18. Dezember ist ein kleiner Öleinsatz zu verzeichnen.

1969

Auch die am 10. Mai 1969 in Herbertingen veranstaltete Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes ergab einen Führungswechsel: Maurermeister Barth, Riedlingen, wurde zum neuen Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt und trug dazu bei, daß bei der Sitzung des Verbandsausschusses am 11. Dezember 1969 der Beschluß gefaßt wurde, das Kreisfeuerwehrfest 1970 im Zusammenhang mit dem 90jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Scheer in Scheer zu feiern.

1968

Die Jahreshauptversammlung am 30. November 1968 brachte einen Führungswechsel. Malermeister Rudi Kienle (seit 1968) wurde auf fünf Jahre zum neuen Kommandanten der Wehr gewählt. Stellvertreter Gotthard Hämmerle, der auch das Amt des Schriftführers versieht, und Kassier Gustav Kienle wurden in ihren Ämtern bestätigt, der seitherige Kommandant Josef Kieferle zum Ehrenkommandanten ernannt.

Während der Wintermonate führte die DRK-Bereitschaft Scheer unter Leitung des Bereitschaftsführers Pfister für die Männer der hiesigen Feuerwehr einen Erste-Hilfe-Kurs durch. Am 12. April 1969 war die Wehr bei der Bekämpfung eines Waldbrandes im Heudorfer Wald eingesetzt.

1963

Beim Brand des landwirtschaftlichen Anwesens des Josef Merk in der Jakobstaler Straße waren neben unserer Wehr auch die Werksfeuerwehr der Papierfabrik, das Rote Kreuz und die Wehr aus Mengen im Einsatz. Im Jahre 1963 beteiligte sich unsere Wehr an der Hunderjahrfeier der Feuerwehr Gammertingen. 1964 wurde an Stelle der schon vor dem Krieg angeschafften Motorspritze vom Typ TS 8 das neue Motorspritzenfahrzeug LF 8 gekauft, das beim Brand im Neubau des Adalbert Saile am 5. Januar 1965 erstmals eingesetzt wurde. Nach der Bergung des ertrunkenen Herbert Fischer am 25. Juni 1967, der Beteiligung an der Suchaktion nach dem Gemeindebürger Anton Keller (27. und 28. Februar 1968) und der Bergung des am 14. Mai 1968 in der Donau ertrunkenen Bürgers Anton Gutknecht, stand die Wehr mit der Werksfeuerwehr und der Wehr aus Mengen am 29. August 1968 beim Brand des landwirtschaftlichen Anwesens des Friedrich Zirn an der Mengener Straße wieder im Einsatz.

1960

Die Reihe der Brände setzte sich im Jahre 1960 fort. Am 20. Januar ein Kleinbrand (Schopf des Baptist Halder an der Stadtmauer), am 25./26. Januar Brand bei Anton Eisele an der Heudorfer Straße und am 25. März ein Flächenbrand an der Halde beim Bartelstein.

Zur Beteiligung an der Hundertjahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Ostrach wurde die Wehr mit neuen Dienstuniformen ausgestattet (1961). Mit dem goldenen Ehrenzeichen des Feuerwehrverbandes wurden für 40jährige Dienstzeit ausgezeichnet: Kommandant Kieferle und Gruppenführer Anton Schaidle. Hermann Pröbstle wurde für 33jährige Dienstzeit zum Ehrenmitglied ernannt.

1959

In Scheer brannte am 30. August 1959 das Gebäude des Albert Buck, August Kieferle und Ferdinand Haga. Hierbei wurde unserer Wehr durch die Fabrikfeuerwehr unter Führung ihres Kommandanten August Krugger und der Wehr aus Mengen besondere Unterstützung zuteil, so daß das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser verhindert werden konnte. In diesem Jahr war Kreisbrandmeister Stehle (1959 bis 1976) erstmals in dieser Eigenschaft in Scheer anwesend.

1957

Ein besonderes Ereignis stellte am 4. August 1957 die Schauübung des Roten Kreuzes dar, die unter der Felswand beim Bartelstein durchgeführt wurde und in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr den Einsatz in Katastrophenfällen veranschaulichte. Die Ausrüstung der Wehr war hierfür stark verbessert worden: mehrere hundert Meter gummierte B- und C-Schläuche, eine neue Magirusleiter mit einer Steighöhe von 12,8 m und ein Rettungsboot zum Einsatz bei Hochwasserkatastrophen wurden angeschafft.

Am 7. August beteiligten sich unsere Feuerwehrmänner an der Suche des vermißten Gemeindebürgers Matthias Steinacher. Fü 50jährige Dienstzeit wurde Alois Kieferle, für 45jährige Zugehörigkeit Anton Hanner zum Ehrenmitglied ernannt.
Das Hochwasser von 8./9. Februar 1958 erforderte einen Katastropheneinsatz und am 25. März war die Wehr beim Scheuerbrand des Gebhard Zimmerer im Einsatz.

1954

Am 20. Januar 1954 wurde aus dem neuerbauten Hochbehälter das Wasser in das Wassernetz eingelassen. Im Hause Ulrich brach am 11. Februar 1956 ein Kaminbrand aus, der allerdings mit einem Trockenlöscher gelöscht werden konnte.

Nachdem Kreisvorsitzender Reiner zurückgetreten war, wurde im Jahre 1956 auf dem Kreisfeuerwehrtag in Herbertingen Anton Weiß aus Herbertingen (1956 bis 1969) zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Im selben Jahr fand die Eröffnung des Feuerwehrerholungsheims Titisee statt.

1944

Glücklicherweise waren während der Kriegsjahre in Scheer keine Brände zu verzeichnen. Die Wehr selbst wäre auch wegen der großen Zahl von Einberufungen nur in geringem Umfange einsatzfähig gewesen. Bombenflugzeuge, die im Februar 1944 nach der Bombardierung von Stuttgart auf dem Rückflug waren, warfen im Heudorfer Wald, im Notabwurf 5 Bomben ab. Drei davon explodierten auf dem Weg und rissen 6 m tiefe und 10 m breite Krater, eine fiel 100 m nördlich davon und eine Luftmine 300 m südlich.

Ab April 1944 wurden neben der männlichen Jugend auch die Mädchen zum Feuerwehrdienst herangezogen. Nachdem die Besatzungsmacht unter Strafandrohung jegliche Organisation verboten hatte, wurde im Jahre 1946 die Einrichtung der Feuerwehr wieder gestattet und für Scheer eins Stärke von 14 Mann und 5 Mann Reserve festgelegt. Unter Kommandant Kieferle konnte nun der Dienst wieder aufgenommen werden. Ab 1. April 1947 mußte jeder Feuerwehrmann einen Dienstausweis besitzen, der von der Besatzungsmacht kontrolliert wurde. Die Sollstärke wurde bald auf 32 Mann erhöht.

1943

Von Zimmermann Xaver Stauß (1939 bis 1943), der am 25. Juli 1943 zum Wehrdienst einberufen wurde und seit 1945 vermißt ist, übernahm Mechaniker Gotthard Hämmerle (1943) das Kommando über die Wehr.

Am 26. August 1943 kehrte Schuhmachermeister Josef Kieferle (1943 bis 1968) vom Wehrdienst zurück und war nun über 25 Jahre Kommandant der hiesigen Feuerwehr.

1939

Feuerlöschinspektor Benno Reck, Riedlingen, visitierte beim Generalappell im Jahre 1939 erstmals die hiesige Wehr. In diesem Jahr wurde Kommandant Rapp einberufen, so daß nun Adjutant Hanner für die Wehr allein verantwortlich war. Während des Krieges hatte die Wehr einen dreimaligen Kommandantenwechsel zu verzeichnen.

1935

Maurermeister Anton Rapp (1935 bis 1939) übernahm, nachdem der seitherige Kommandant und dessen Stellvertreter altershalber ausgeschieden waren, am 1. Mai 1935 das Kommando. Stellvertreter wurde Anton Hanner. Beide nahmen im August am Landesfeuerwehrtag in Rottweil teil. Am 15. August brannte an der Stadtmauer das dreistöckige Wohnhaus der Familien Josef und Karl Knor, Engelbert Bauer und K. Heinzelmann total nieder. Das daneben stehende Gebäude des Eduard Gutknecht und die Schmiedewerkstätte des Johann Blender wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Am 23. April 1936 erfolgte die Neueinteilung der Freiwilligen Feuerwehr in 7 Züge mit 62 Mann, und die Bekanntgabe der neuen Satzungen des wttbg. Feuerlöschwesens. Das Jahr 1938 brachte gleich drei Brände: am 27. Mai konnte bei Albert Haga der Großteil des Gebäudes gerettet werden. Am Freitag, dem 23. Dezember, brach gegen 14.30 Uhr in dem 1910 erbauten staatlichen Wohn- und Ökonomiegebäude des Bauern Paul Kieferle in der Gemminger Str. Feuer aus, das von der hiesigen Wehr und der ebenso rasch erschienenen Mannschaft der Motorspritze aus Mengen eingedämmt werden konnte, so daß Wohngebäude und Stallungen gerettet wurden. Lebendes und totes Inventar konnte in Sicherheit gebracht werden. Die Arbeit der Wehren war durch den herrschenden starken Frost, durch den die Schläuche einfroren, stark beeinträchtigt. Am 29. Dezember entstand durch Kurzschluß in der Papierfabrik ein Großbrand, durch welchen das Schwefellager und die große Halle eingeäschert wurden. Die beiden Scheerer Wehren wurden bei diesem Einsatz von den Wehren aus Mengen, Sigmaringen und Laucherthal tatkräftig unterstützt.

1932

Am 5. November 1932 brach nachts 1.30 Uhr im Kochergebäude der Papierfabrik durch Funkenbildung am Motor der Transportleitung für die Beschickung des Kochers Feuer aus, das in dem um den Kocherkessel liegenden Holzstaub und dem aufgestapelten Holz und anderen brennbaren Stoffen reichlich Nahrung fand. Zunächst war das Kochergebäude eine helle, unheimliche Feuersäule, die auf die angrenzenden Fabrikationsgebäude überzugreifen drohte. Zur Brandbekämpfung waren außer der Fabrikwehr und der hiesigen Feuerwehr auch diejenigen von Mengen und Ennetach sowie die Motorspritze von Sigmaringendorf zu Hilfe gerufen worden. Mit sechs Strahlrohren wurde das hohe, festungsartige Gebäude unter Wasser genommen, so daß bald jede Ausdehnungsgefahr beseitigt war.

Nach drei Tagen, am 8. November 1932, wurde um 19.30 Uhr die Einwohnerschaft schon wieder durch Feueralarm aufgeschreckt. Es brannte der Scheuerteil des Wohn- und Ökonomiegebäudes des Landwirts Anton Weckerle an der Bahnhofstraße. Der sofort eingreifenden Wehr gelang es, die Wohnräume und das lebende Inventar, mit Ausnahme der Hühner, zu retten.
Am 5. Juni 1933 nahm unsere Wehr am Bezirksfeuerwehrtag in Altshausen teil.

Im Jahre 1934 war die Feuerwehr Scheer beim Großbrand in Mengen im Einsatz. Dort war am 9. Mai in der Scheuer der "alten Post" Feuer ausgebrochen und äscherte "auf dem Hof" acht Häuser ein.
Am 23. September wurde mit einem Werbeumzug die Feuerschutzwoche begangen.

1929

Sonnenschein überstrahlte die gelungene Veranstaltung. Schon am frühen Morgen zogen die auswärtigen Feuerwehren, zum Teil mit ihren Musikkapellen, in das fahnengeschmückte Donaustädtchen ein. Schul- und Angriffsübungen wurden vorgeführt, denen sich nach dem Mittagessen ein großer Festzug anschloß. Mit einem bunten Treiben im Schloßpark fand das Fest am späten Abend seinen Ausklang.

1926

In den Jahren 1926 bis 1956 war Gustav Reiner aus Mengen Verbandsvorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Saulgau. 1929 beging die Scheerer Wehr ihr 50jähriges Jubiläum.

1922

Konditormeister Anton Kerle (1922 bis 1934) übernahm am 16. Juli 1922 das Kommando über die Wehr. Als Adjutant stand ihm Alois Gutknecht zur Seite.
Am 8. September 1923 brannte das Wohn- und Ökonomiegebäude des Josef Pröbstle ab (beim Hirsch), das von Mechanikermeister Ernst Müller bewohnt war, und am 22. Oktober 1926 entstand ein Brand, durch den das Ökonomiegebäude der Maria Hering innerhalb von drei Stunden eingeäschert wurde. Nur mit Mühe war es gelungen, aus den unteren Räumlichkeiten Möbel und Kleidungsstücke, und aus dem Werkstättenanbau einen Teil der neuen Maschinen und Werkzeuge zu retten, die im Besitz des Wagners Kuno Kieferle waren.

1914

Werkführer Josef Gutknecht (1914 bis 1922), bislang Stellvertreter, übernahm im Dezember 1914 das Kommando, das er während des 1. Weltkrieges innehatte. 1914 wurden bei der hiesigen Feuerwehr Normalkupplungen eingeführt. Am 19. Februar 1918 brannte die Scheuer des Landwirts Karl Gulde (Geb.-Nr. 135) ab. - Bei den Neuwahlen am 24. Mai 1919 wurde der Kommandant in seinem Amt bestätigt, Landwirt Alois Gutknecht wurde zum Stellvertreter gewählt. Drei Jahre später legte der Kommandant aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder.

1913

Auch das Jahr 1913 brachte mehrere Brände. Hinter dem Stadthaus brannte das Wohnhaus des J. Knor ab. Am 12. Juni zerstörte ein gewaltiges Schadenfeuer die Brauerei und Wirtschaftsgebäude der Fa. Götz.

1909

Das Jahr 1909 brachte wieder einen Großbrand: der Brand des "Hohbühl". Am Sonntag, dem 29. November, brach um 23 Uhr in der Scheuer des Karl Franz Kieferle Feuer aus, das in den Futter- und Strohvorräten rasch um sich griff und auch das Wohnhaus erfaßte. Bald brannte auch das angebaute Wohnhaus des Anton Schaidle und des Polizeidieners Kieferle. Schon nach kurzer Zeit stand auch die angebaute Scheuer des Schlossers Karl Stumpp in Flammen. Da die Wand des Hohbühls auf der Seite gegen die genannte Scheuer aus Fachwerk bestand, drang as Feuer auch in dieses von 12 Familien (39 Personen) bewohnte Gebäude von unten in das Treppenhaus ein und bereits um Mitternacht stand dieses Wahrzeichen der Stadt mit seinem reichhaltigen Fachwerk in einem Feuermeer. Obgleich der Giebel gegen den sog. "kleinen Hohbühl" bis zum Dachfirst massiv war, konnte dieses Gebäude nicht gerettet werden. Gegen Morgen griff das Feuer auch auf die angebaute Scheuer des Spitalpflegers Johann Zimmerer und Cölestin Stöckler über. Jetzt war das Wohnhaus der beiden an der Reihe und wäre zweifellos auch abgebrannt, "doch auf energischen Protest des Johann Zimmerer mußte es gerettet werden, obgleich der Schaden nicht groß gewesen wäre und jedermann es gerne schon wegen der Enge der Straße beim Altersheim gesehen hätte, wenn auch dieses Haus abgebrannt wäre". - Außer der hiesigen Feuerwehr waren noch jene von Ennetach, Mengen und Sigmaringendorf gerufen worden.

1907

Nachdem die 5jährige Amtszeit der jeweiligen Führer abgelaufen war, kam es am 21. April 1907 zu Neuwahlen. Der seitherige Kommandant wurde in seinem Amt erneut bestätigt. Werkführer J. Gutknecht wurde zum Stellvertreter gewählt.

1904

Am 12. Juni 1904 feierte die Feuerwehr Scheer ihr 25jähriges Bestehen. Bei dieser Feier, an welcher 19 Wehren und 8 Musikkapellen teilnahmen, erhielten 42 Feuerwehrleute aus Scheer für 25jährige Dienstzeit das Feuerwehrehrenzeichen. Aus der Festrede des Bezirksfeuerwehrinspektors Rapp (Saulgau) geht hervor, daß er die Freiwillige Feuerwehr Scheer aus der Taufe gehoben hat und das Patenkind bislang zu seiner vollen Zufriedenheit geraten war. Im Jahre 1905 wurde an der Südseite des Farrenstalles ein Steigerturm mit Schlauchtrockenvorrichtung erbaut.

1903

1903 wurde die erste Übung mit der Leitung der neu erstellten städtischen Wasserversorgungsanlage durchgeführt. Durch die Einreihung eines Hydranten-Mannschaftszuges hatte die Organisation der Wehr eine Veränderung erfahren.

1901

Besonderen Einsatz forderte der Brand des nach einem früheren Bürgermeister benannten "Feinäugleturmes", der neben dem "Hohbühl" zu den ältesten und höchsten Gebäuden an der Stadtmauer zählte. In diesem alten Wachtturm, der mit seinem unteren Ausfallstor und der überdachten Holzveranda bei der Stadtverteidigung bestimmt eine große Rolle gespielt hatte, wohnten vier Familien, als am Freitag, dem 25. Oktober 1901, gegen 14 Uhr in der Scheuer Feuer ausbrach, das im alten Fachwerkbau mit seinem starken Eichengebälk reichlich Nahrung fand. Die Bewohner Max Krugger, Anton Nadler, Witwe Kienle (s´ Teufels Käthr) und Witwe Pröbstle (s´ Schied-Karles Witwe) konnten nicht allzuviel retten. Ungeklärt, wie die Brandursache überhaupt, blieb die Tatsache, daß kurze Zeit darauf, obgleich das Wilhelm Heudorfsche Haus dazwischenlag, auch die Scheuer des Hafners Stauß und des Paul Krugger in Brand geriet. Obwohl die hiesige Wehr durch die Wehren von Ennetach, Mengen, Blochingen, Heudorf, Hitzkofen, Bingen und Sigmaringendorf Unterstützung erhielt, konnte die Ausbreitung des Brandes auf die mehr oder weniger zusammenhängenden Nachbarsgebäude nicht verhindert werden und bald brannte auch das Wohnhaus des Bäckers Paul Krugger, die Scheuer des Ochsenwirts Rothmund, die Scheuer und das Wohnhaus des August Linder und zuletzt Wohnhaus und Scheuer des Eduard Linder. Der durch die ungeheure Hitze entfachte Wind hatte die Ausbreitung des Feuers begünstigt. Durch die einstürzenden Giebel der beiden Nachbarhäuser war das bedeutend kleinere Wohnhaus des Wilhelm Heudorf zugedeckt worden und brannte ebenfalls ab. Das lebende Inventar konnte überall in Sicherheit gebracht werden und ziemlich alle Einrichtungsgegenstände gerettet werden. Dies war die wohl größte Brandkatastrophe in der Geschichte unserer Stadt.

1888

Im Zuge der Gründung der Bezirksfeuerwehrverbände wurde am 1. Juli 1888 unter dem Vorsitz des damaligen Oberamtmanns von Saulgau, des Regierungsrats Elwert, auch der Saulgauer Bezirksverband gegründet.

Braumeister Anton Götz (1888 bis 1914) übernahm nach dem Ausscheiden des seitherigen Kommandanten bis zur Neuwahl dessen Amt. Er wurde wegen der besondern Tatkraft und Hilfsbereitschaft der hiesigen Wehr anläßlich des Schloßbrandes in Sigmaringen (1893) von seiner königlichen Hoheit, dem Fürsten Leopold, mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Bei den Neuwahlen am 8. April 1894 wurde er einstimmig zum Kommandanten, Alt-Bräumeister Riedinger zum Stellvertreter gewählt. 1892 wurde unsere Wehr beim Brand der Papierfabrik von den Wehren Mengen, Ennetach und Sigmaringendorf unterstüzt. 1895 stiftete der Fürst von Thurn und Taxis eine neue Magirusleiter, die bis 1957 in Betrieb war. Nach dem Tode des Adjutanten Riedinger wurde am 3. April 1898 Kaufmann J. Haberbosch durch Wahl mit der vakanten Stelle beauftragt. Die Neuwahlen vom 23. April 1899 und 20. März 1904 ergaben keine Veränderungen in der Führung der Wehr.

1885

1885 erließ die Kgl. Wttbg. Regierung eine neue Landesfeuerwehrordnung, durch welche jeder Gemeinde zur Pflicht gemacht wurde, eine mit den erforderlichen sachlichen Löscheinrichtungen ausgerüstete Lösch- und Rettungsmannschaft einzurichten. Da hier schon seit sechs Jahren eine Wehr bestand, waren für die Stadt Scheer diese Voraussetzungen bereits gegeben. Am 22. November 1886 wurde die hiesige Feuerwehr, bestehend aus 9 Zügen mit 174 Mannschaften, von welchen der erste und zweite Zug freiwillige Mannschaften waren, in eine Pflichtfeuerwehr umgewandelt.

1879

Kommerzienrat Jakob Krämer (1879 bis 1888), Besitzer der Papierfabrik, der mit der Gründung beauftragt wurde, beraumte auf 9. Januar 1879 die Gründungsversammlung an, in welcher er zum ersten Kommandanten der hiesigen Wehr gewählt wurde. Seinem Einfluß war es zu verdanken, daß bereits am 1. Februar 1879 die Anschaffung der erforderlichen Ausrüstungsgegenstände in Höhe von 916 Mark genehmigt wurde.

Über die weiteren Geschicke der Wehr lesen wir in ihrer Chronik:

1863

Nachdem im Jahre 1863 der badisch-württembergische Feuerwehrverband ins Leben gerufen worden war, wurde am 8. September 1863 in Stuttgart der erste Landesfeuerwehrtag abgehalten. In Scheer regte Stadtschultheiß Deschler am 21. Januar 1873 die Gründung einer wohlorganisierten Feuerwehr an. Zwei Jahre später erklärten die Collegien ihre Bereitwilligkeit hierzu und am 17. Juli 1878 wurde in Anwesenheit des Landesfeuerwehrinspektors Großmann aus Stuttgart die "Errichtung und Organisation einer Feuerwehr" beschlossen.

1832

Wie schon zur Regierungszeit des Fürsten von Thurn und Taxis, unterstanden die unter der Bezeichnung "Brenn- oder Feuercompagnie" bekannten und in "Brennfähnele" unterteilten Wehren unserer Grafschaft auch nach dem Übergang an Württemberg (1806) zunächst dem Amt Scheer, das nun den Namen "Königl. Württ. Fürstl. Thurn & Taxisches Bezirksamt Scheer" führte. Es unterstand der königlichen Regierung des Donaukreises, die ihren Sitz in Ulm hatte. Sie faßte das Feuerwehrwesen staatlich zusammen und ordnete die Anschaffung auf Wagen montierter Feuerlöschspritzen an. Schon im Jahre 1832 bildeten sich in Württemberg auf dem Prinzipder Freiwilligkeit einige militärisch organisierte "Rettungsgesellschaften bei Feuersgefahr". Durch Gesetz vom 19. Mai 1852 wurde die Mobiliarfeuerversicherung und durch Gesetz vom 14. März 1853 die "Allgemeine Brandversicherungsanstalt" ins Leben gerufen. Im Mai dieses Jahres trat man der Einführung von Feuerwehrversammlungen (Feuerwehrtagen) näher, und schon am 10. Juli fand die erste derartige Tagung in Plochingen am Neckar statt, bei welcher 10 wttbg. Wehren vertreten waren. 1862 wurden dann Verhandlungen zur Gründung eines Landesverbandes durchgeführt.

1764

Auf Befehl der Wiener Regierung wurde 1764 allerorten die "pflichtmäßige Konsignation über die Feuersozietät" (-versicherung) aufgestellt. Der Sitz der Versicherungsbeamten für Oberschwaben war in Ehingen/Donau. Eine einschneidende Maßnahme stellte die "Feuer- und Löschordnung" dar, welche Fürst Karl Anselm von Thurn und Taxis, Graf zu Friedberg-Scheer etc. im Jahre 1791 für seine Reichslande herausgab. Ins Einzelne gehende Bestimmungen über Bauweise der Häuser, Anlagen der Feuerstellen, Verwahrung des Feuers und Maßnahmen bei ausgebrochenen Bränden geben ein eindrucksvolles Bild vom bürgerlichen Leben der damaligen Zeit. Dieser Ordnung folgte im selben Jahre eine "Brandversicherungsordnung", die wohl als Grundlage für die heute geltenden Bestimmungen angesehen werden kann.

1518

Wie sehr man seitens der Herrschaft darauf bedacht war ausbrechende Brände sofort zu erkennen, um ein weiteres Ausbreiten verhindern zu können, ist aus einer Anordnung aus dem Jahre 1518 ersichtlich. Damals wurde wegen der Feuersgefahr angeordnet, daß, wenn starker Wind aufkommt, besonders abends oder nachts, der Bürgermeister einen Stadtknecht zu Pferd oder zu Fuß in der Stadt herumschickt und von Haus zu Haus ausrufen läßt, daß ein jeder sein Feuer bewahre und versorge. Bei wem trotz dieses Warnrufes Feuer ausbrach, zahlte ein Pfund Pfennig Strafe. Riefen er, sein Weib oder Hausgesind jedoch als erste um Hilfe, war die Strafe erlassen. Die auferlegte Strafe erhielt je zur Hälfte der gnädige Herr und die Stadt. Der Stadtknecht wurde für jede derartige Arbeit vom Bürgermeister mit einem Schilling Konstanzer entlohnt.

1500

Bereits im 16. Jahrhundert, wohl aber schon früher, war die Feuerwehr der Stadt Scheer in einzelne Rotten gegliedert, und zwar bildete jede Gasse eine Rotte, die einem Rottenmeister unterstand. Sobald die Sturmglocke läutete, hatten sich die Rotten zu sammeln und zum Schloß zu eilen, von wo die ganze Stadt übersehen werden kann. Hier waren wohl auch die Feuerlöschgeräte aufbewahrt. Den Statuten des Jahres 1512 entnehmen wir, daß damals Feuerwehr und Bürgerwehr identisch waren und sowohl bei Brandfällen als auch in kriegerischen Notzeiten eingesetzt wurden.