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26.02.2018 - Probe Eisrettung Teil I

Frost und Kälte in den Wintermonaten lassen an vielen Stellen im Land Weiher und Seen, zum Teil sogar auch Bäche und Flüsse zufrieren.

Meist werden diese Eisflächen von Schlittschuhläufern, Spaziergängern oder Kindern zum Spielen genutzt. Jedoch bergen diese Eisflächen erhebliche Gefahren. Die Tragfähigkeit der Eisdecke ist schwer einzuschätzen und kann sich über das Gewässer hinweg stark variieren. Immer wieder kommt es auf solchen Eisflächen zu Unfällen. Häufig sind davon Kinder betroffen, die sich des Risikos nicht bewusst sind. Eine solche Eisrettung gestaltet sich nicht immer einfach und birgt unterschiedliche Gefahren.

In das Eis eingebrochene Personen kühlen sehr schnell stark aus. Bei einer Wassertemperatur von 0°C liegt die Überlebenszeit eines Eingebrochenen unter 30 Minuten. Mit zunehmender Unterkühlung setzen bei der Person Muskelstarre und Bewusstseinseintrübungen ein (ab ca. 33°C Körpertemperatur). Eine Selbstrettung ist in vielen Fällen nicht möglich, weil jegliche Haltemöglichkeiten, um sich aus dem Eisloch herauszuziehen, fehlen und die Eiskante beim Versuch sich darüber zu schieben abbrechen kann (aus: Einsatztaktik "Hinweise zu Eisunfällen").

Mit der Anschaffung des HLF 20 im letzten Jahr hat sich die FF Scheer auch zwei Eisrettungsanzüge mit angeschafft. Da die Temperaturen in den letzten Tagen auf bis zu -20 °C gesunken  sind, war der Donauweiher im Olber zugefroren, sodass wir eine Eisrettung mithilfe unserer Mengemer Kameraden simulieren konnten.

Bilder: